Spam oder Ham?

Spam ist die englische Abkürzung für spiced pork and ham, ein Markenname für Dosenfleisch, 1936 entstanden, was zu deutsch gewürztes Schweinefleisch mit Schinken bedeutet. Die wohl bessere Bezeichnung ist unerwünschte Werbung in jeder Form.
Man kann grundsätzlich zwischen kommerziellen und nicht kommerziellen Spam unterscheiden.

 

Kommerzielle Form
Hier handelt es sich um Spam, welcher das Ziel hat den Kunden auf eine Homepage zu locken und der Absicht, dass dieser etwas dort kauft. Meist bekommen die Betreiber von solchen Homepages schon Geld, wenn man nur einen Aufruf der Seite macht, durch Pop-Ups oder Layer Ads.
Einige Beispiele hierzu sind Potenzmittel, Druckerpatronen, OEM Software und viele mehr.

 

nicht kommerzielle Form
Hier handelt es sich um meist nicht beabsichtigten Spam oder um solchen, welcher nur als "Unterhaltung" dienen soll. Es ist meist nicht bösgläubig zu sehen, trotzdem wird es als Spam bezeichnet, wenn jemand einfach Texte oder Links unerwünscht jemandem sendet.
 
Der Begriff, der die Plage beschreibt, entstammt dem Spam-Sketch der englischen Comedyserie Monty Python's Flying Circus:

 

In einem Café besteht die Speisekarte ausschließlich aus Gerichten mit SPAM, die „SPAM“ teilweise mehrfach hintereinander im Namen enthalten.
Der Gast, ein Mr. Bun, der von seiner Frau begleitet wird, verlangt nach einem Gericht ohne SPAM, die Kellnerin empfiehlt ein Gericht mit „wenig“ SPAM. Als sich der Gast daraufhin aufregt, fällt ein Chor aus Wikingern, die die beiden anderen Tische besetzen, mit einem Loblied auf SPAM ein, bis der Sketch im Chaos versinkt.
Mrs. Bun schreit schließlich: „I don’t like spam!“ Im anschließenden Abspann wurden die Namen der Mitwirkenden ebenfalls um „Spam“ ergänzt. Im Sketch wird das Wort „SPAM“ insgesamt knapp 100 mal erwähnt.
 
Die Nutzung des Begriffs Spam im Zusammenhang mit Kommunikation hat ihren Ursprung vermutlich in den Muds, den Rollenspielen mit mehreren Benutzern.
Dort bezeichnete Spam zunächst nicht Werbung, sondern das von manchen Nutzern praktizierte massenhafte Überschwemmen des Text-Interfaces mit eigenen Botschaften. In den Zusammenhang mit Werbung gebracht wurde das Phänomen Spam zum ersten Mal im Usenet. Dort bezeichnet man damit wiederholte Artikel in den Newsgroups, die substanziell gleich sind oder für dieselbe Dienstleistung werben.

Auswirkungen

 
Spam verursacht im System der gesamten E-Mail-Kommunikation und damit auch auf unseren Servern einen erheblichen Schaden.

 

Spam verursacht Kosten

 

  • durch verlorene Arbeitszeit, die durch das Aussortieren und Lesen von Spam entfällt.
  • Teilweise haben Mailboxen ein Größenlimit. Sobald dieses erreicht wurde, werden keine weiteren Nachrichten angenommen und der Empfang von weiteren E-Mails blockiert. Dadurch können in ungünstigen Fällen Verluste durch versäumte Fristen oder Termine oder entgangene Aufträge entstehen.
  • durch die Beschaffung neuer und in der Regel schnell veralteter Filtersoftware und -hardware. Da Spamfilter keine 100% Trefferrate erreichen können, entstehen zudem Schäden in häufig nicht zu beziffernder Höhe durch fälschlich blockierte Nachrichten, sowohl beim Absender, der die Nachricht erneut versenden muss, als auch beim Empfänger, der die Nachricht nicht erhält.
  • durch Internet-Verbindungskosten: Unternehmen und Internet-Provider bezahlen ihre Leitungen typischerweise nicht nach Zeit, sondern nach übertragener Datenmenge oder mittlerem Datendurchsatz. Damit entstehen Kosten für jedes Byte Spam, das über die Leitung wandert.
  • durch ausfallende oder langsamer arbeitende Mailserver. 2004 wurden unter anderem die Server der TU Braunschweig, der FU Berlin und der Bundesregierung (siehe Literatur) per Spam-Mail attackiert. Damit entstehen massive wirtschaftliche und technische Schäden und Gefahren.
 
Die von der mediaface hergestellten Mailingsysteme sind Customer Relation Management Systeme und dürfen nicht für den Versand von Spam genutzt werden.
 
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